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24.08.2017

Kerstin Griese zum Religionsmonitor: Integration der Muslime schreitet voran

Pressemitteilung von Kerstin Griese, Beauftragte der SPD-Bundestagsfraktion für Kirchen und Religionsgemeinschaften zum Religionsmonitor: Integration der Muslime schreitet voran

„Es ist ein gute Nachricht, dass die Integration von Muslimen Fortschritte macht“, kommentiert Kerstin Griese den „Religionsmonitor“ der Bertelsmann-Stiftung. „Dies gilt insbesondere für den Arbeitsmarkt“, sagt die Vorsitzende des Arbeits- und Sozialausschusses des Bundestages, die gleichzeitig Kirchen- und Religionsbeauftragte der SPD-Fraktion ist.

„Noch nie gab es bei uns so viele Jobs wie heute. Davon profitieren auch die aus Zuwandererfamilien kommenden Menschen. 60 Prozent Vollzeitbeschäftigung plus 20 Prozent Teilzeitjobs zeigen, dass vom Jobaufschwung alle profitieren. Das ist ein Erfolg der sozialdemokratischen Arbeitsmarktpolitik, die von Andrea Nahles verantwortet wird."

Sorgen machen Griese die geringeren Chancen von jungen Muslimen im Bildungssystem, das immer noch zu wenig auf Integration setzt. „Deswegen brauchen wir mehr Investitionen in unsere Schulen. Das ist eine gesamtstaatliche Herausforderung, bei der wir die Länder und Kommunen nicht allein lassen dürfen“, sagt Griese.

„Wir müssen mehr tun, um den Islam auch als Institution zu integrieren. Das muss in den Schulen anfangen. Statt Koranunterweisung in Hinterhofmoscheen muss der Islamunterricht an den Schulen genauso selbstverständlich sein wie die evangelische oder katholische Religionsstunde und der Ethikunterricht. Glücklicherweise haben unsere Universitäten inzwischen begonnen, islamische Theologinnen und Theologen sowie Lehrkräfte auszubilden“, stellt Kerstin Griese fest.

„Wir müssen die Akzeptanz des Islam verbessern. Das ist eine Aufgabe der Gesamtgesellschaft und auch eine der muslimischen Einrichtungen und Verbände bei uns. Ich begrüße es, wenn diese auf einen in Deutschland und Europa geprägten Islam setzen und nach mehr Unabhängigkeit vom türkischen Staat und Erdogan suchen“, appelliert die SPD-Bundestagsabgeordnete.